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Vorbereitungen:
Sie benötigen für eine Ausstellung einige Dinge:
Impfpaß der Katze, Anmeldebescheinigung, Transport-Box, Pflegeartikel wie Bürste, Kamm, Puder, usw... Ausstellungs-Katzen-Toilette (diese Mini-Klos
gibt es oft auf den Ausstellungen direkt zu kaufen oder sie sind auch im Tiergeschäft als Hasen-Toiletten erhältlich), etwas Katzenstreu, einen Müllbeutel, eine Streuschaufel, einen Teppichrest oder eine Decke 70x70 cm als
Bodenbelag, zwei Vorhänge 70x70 cm zur Abgrenzung der Nachbarkäfige oder besser einen Überwurf 70x210 cm, der über den Käfig gelegt wird - die Katze ist meist ruhiger wenn der Käfig von oben bedeckt ist, etwas Trinkwasser
und Futter, einen Waschlappen und ein Handtuch (für eventuelle “Unfälle” während der Fahrt zur Ausstellung...) und last but not least - gute Nerven...
Wenn Sie Ihre Katze ausstellen möchten, sollte sie selbstverständlich sauber, gesund, geimpft, frei von “Untermietern” und nicht trächtig sein.
Weiterhin muß die Katze in der richtigen Ausstellungsklasse gemeldet sein, denn Titel die in der falschen Klasse errungen wurden sind ungültig.
Die einzelnen Klassen:
-Hauskatzen (Katzen ohne Stammbaum) -Wurfklasse, ab 3 Kitten - Alter 10-13 Wochen -Babyklasse, Einzeltier - Alter 10-13 Wochen -Kittenklasse, Alter 3-6 Monate
-Jugendklasse, Alter 6-10 Monate -Offene Klasse, ab 10 Monate, Meldung für CAC -Kastraten Klasse, ab 10 Monate, Meldung für CAP -Championklasse, Meldung für CACIB -Premiorklasse, (Kastraten) Meldung für CAPIB
-Int. Champion Klasse, Meldung für CAGCIB -Int. Premior Klasse, (Kastraten) Meldung für CAGPIB -Großer Int. Champion Klasse, Meldung für CACE -Großer Int. Premior Klasse, Meldung für CAPE
-Europa Champion Klasse, Meldung für GCACE -Europa Premior Klasse, Meldung für GCAPE -Großer Europa Champion Klasse, Meldung für CACM -Großer Europa Premior Klasse, Meldung für CAPM -Weltchampion Klasse
-Weltpremiorklasse
Ablauf einer Ausstellung:
Einlaß ist für die Aussteller meist zwischen 7 und 9 Uhr. Erst müssen Sie Ihr Anmelde-
formular abgeben und dann mit Ihrer Katze durch die Tierarztkontrolle. Nun können Sie den Käfig mit der Ihnen zugewiesenen Nummer aufsuchen, ihn einrichten
und Ihre Katze hineinsetzen. Etwa gegen 10 Uhr ist der Einlaß für die Besucher und es wird mit dem Richten begonnen - es kann also losgehen...
Das Richten:
Wird man mit seiner Käfignummer aufgerufen begibt man sich mit seiner Katze zum
Richtertisch. Auf manchen Ausstellungen werden die Katzen auch von “Stewards” am Käfig abgeholt, aber inzwischen ist es fast überall üblich das man seine Katze selber tragen darf - was für die Tiere natürlich angenehmer ist.
Bewertungen: Die Katzen werden nach einem Punktesystem gerichtet, daß für jede Rasse nach dem
internationalen Standard festgelegt wurde.
Eine perfekte Katze kann maximal 100 Punkte erreichen, ein Wert der aber nur sehr selten erreicht wird.
Vorzüglich (v) entspricht 88-100 Punkten Sehr gut (sg) entspricht 76-87 Punkten Gut (g) entspricht 61-75 Punkten
Ziemlich gut (zg) entspricht 46-60 Punkten
Will man neben einem “V” noch eine Siegeranwartschaft erhalten, so sind je nach Klasse
in der die Katze antritt, für ein CAC 93 Punkte, für ein CACIB 95 Punkte, für ein CAGCI 97 Punkte, für ein CACE 97 Punkte, für ein GCACE 97 Punkte und für ein CACM 98
Punkte nötig. Jede Siegeranwartschaft wird pro Rasse, Geschlecht und Farbe nur einmal vergeben, gerichtet wird getrennt nach Rasse, Farbe und Geschlecht.
Ist eine Katze 10 Monate alt, kann man sie in der offenen Klasse (CAC) melden.
In dieser Klasse wird das CAC (Certificat d’Aptitude au Championat) vergeben. Es wird für jede Farbe und hier jeweils für jedes Geschlecht nur einmal vergeben und ist eine
Anwartschaft auf den Championtitel. Hat eine Katze 3 CACs von 3 verschiedenen Richtern gewonnen, so ist sie berechtigt den Titel “Champion” zu führen.
Ein Champion wird nun in der Championklasse CACIB ausgestellt. Dort sind wieder drei Anwartschaften CACIBs nötig (eine davon muß im Ausland erworben sein) um den Titel “Internationaler Champion” führen zu dürfen.
Bei Kastraten (Premioren) verhält sich alles analog. So kann bei entsprechenden Qualitäten der Katze (und Ehrgeiz des Besitzers) die Karriere immer weiter gehen bis hin zum Worldchampion. Dabei müssen drei Anwartschaften in
drei verschiedenen Ländern errungen werden, eine davon auf einem anderen Kontinent, oder ersatzweise auf einer speziellen Weltausstellung.
Während ihrer gesamten Siegerlaufbahn dürfen die Katzen auch um die begehrten Titel “Rassesieger” und “Best in Show” konkurrieren.
Rassesieger (Best in Variety):
Alle Tiere einer Farbe, die eine Siegeranwartschaft bekommen haben konkurrieren gegen- einander um den Titel “Best in Variety” (Beste Farbe). Bei den meisten Verbänden müssen
mindestens 4 Tiere einer Farbe und Rasse anwesend sein damit der Titel vergeben wird, das ist bei seltenen Farben allerdings oft schwierig. Darum werden bei mangelnder Konkurrenz teilweise auch Sonderpreise für Tiere
vergeben, die so schön sind daß sie ein “Best in Variety” verdient hätten.
Best in Show: Den Höhepunkt jeder Katzenausstellung bildet zweifellos die Wahl der “Best in Show”.
Es werden die besten Tiere aus den Klassen Langhaar, Halb-Langhaar (z.B. Maine Coon) und Kurzhaar gewählt. Sie werden von den Richtern für “Best in Show” nominiert.
Begonnen wird meistens mit den Katern - ist der beste Kater gewählt folgt die beste Katze. Diese beiden Tiere werden dann noch einmal verglichen und das beste Tier erhält den
Titel “Best in Show”, das andere Tier “Best Opposite Sex”. Es werden sofern Nominierungen vorliegen, für alle drei Kategorien (Lang- bis Kurzhaar)
und für die Klassen Kitten, Erwachsene und Kastraten jeweils die Titel “Best in Show” und “Best Opposite Sex” vergeben. Ganz zum Schluß wählt man rasseübergreifend noch aus allen “Best in Show” Gewinnern
die schönste Katze aus, die dann das “Best over all” gewonnen hat.
Warum sind Ausstellungen wichtig ?
Das alles klingt sicherlich entsetzlich kompliziert und undurchschaubar. Viele werden sich fragen: Wozu der ganze Aufwand...?
Einerseits sind Katzen-Shows sicherlich ein Jahrmarkt der Eitelkeiten. Es spielen sich regelrecht menschliche Tragödien ab, wenn die Mieze eines erfolgsverwöhnten
Ausstellers mal nicht auf die Bühne kommt und so ein “Blindgänger” von Richter den “häßlichen Waldschrat” aus dem Nachbarkäfig besser bewertet hat ;-)
Andererseits sind solche Ausstellung wichtig für Züchter um die eigenen Tiere in der Qualität des Typs realistisch einschätzen zu lernen.
Katzenausstellungen sind auch ein wunderbarer Treffpunkt für Katzen-Begeisterte, man kann über ein Lieblingsthema “schnacken”, ultimatische Neuigkeiten austauschen, nette
Freunde finden, Katzenzubehör kaufen oder einfach nur in der Fülle der verschiedenen Katzenrassen schwelgen. Nicht jeder Aussteller kommt zu solchen Veranstaltungen um verbissen auf Pokaljagd zu
gehen. Viel bewundernswerter sind jene Aussteller, die tapfer und selbstbewußt immer wieder mit Vertretern des “alten Typs” dabei sind, wie z.B. Persern mit Nase, gemäßigten
Orientalen oder Maine Coon Outcross-Tieren. Diese Aussteller können natürlich keinen Blumentopf gewinnen, aber sie zeigen unentmutigt das es auch noch Perser mit richtiger
Nase gibt und das Siamesen und Orientalen nicht so dünn wie “Kate Moss” sein müssen - jedenfalls nicht für Menschen die Katzen lieben, unabhängig vom Rassestandard - wie unsinnig der auch immer sein mag...
Auch ganz “normale” Hauskatzen sind vertreten und werden stolz präsentiert. Sie haben vielleicht keine Ahnentafel bis zu Karl dem Großen, aber sie sind für ihre Besitzer
trotzdem die edelsten und schönsten Katzen auf Erden - und wer will schon beurteilen was “edel” ist, die Natur jedenfalls stellt keine Stammbäume aus, das machen nur wir Menschen...
Die bunte Welt der Cat Fancy ist auf jeden Fall einen Besuch wert - schau’n Sie mal rein !
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